Wir wünschen ein gesundes neues Jahr,
gestern bei herrlichem Sonnenschein aber -6° wurde die erste Arbeit für 2026 im Weinberg erledigt. Ja gestern Sonntag. Wir nutzen den gefrorenen Boden aus – damit der Boden geschont wird. Denn die Traktoren wiegen über 2 to, und bei feuchten – nassen Böden muss die Arbeit nicht sein. Das gäbe Druck und Schäden bis in ca. 0,5 m vielleicht noch tiefer. Also raus bei Frost und es lief gut.
Als
nächstes werde ich die Pheromondispenser per Hand einsammeln. Das sind kleine Plastikbehälter die im April aufgehängt werden. Gefüllt mit einem Duftstoff der die Falter von 3 Generationen Traubenwickler verwirren soll. Es werden nur die Männchen verwirrt – wie immer….grins. Sie finden die Weibchen nicht – Antibabypille für Falter – und es gibt keine Schäden durch die Larven – Würmer der Falter. So sparen wir uns Pflanzenschutzmittel und entlasten die Umwelt.
Liebe Freunde – Genießer unseres Weines,
unseren vorweihnachtlichen Brief nutzen wir immer um Informationen zu übermitteln.
Wir haben noch eine Auswahl an eigenen Rotweinen für Euch vorrätig.
Deshalb werden wir unsere Auslieferungstouren 2026 wie gewohnt fahren.
Euer Besuch bei uns im Weingut ist uns angenehm, bitte
telefonisch anmelden 06243 384.
Weißherbst und einige Weißweine haben wir zur Ergänzung unseres Sortiments von unserer Winzergenossenschaft mit im Programm. Informationen unter www.
weingut-giessen.de
Ein Zitat von Mutter Theresa hat uns gut gefallen:
Jeder Tag ist Weihnachten auf der Erde,
jedes Mal, wenn einer dem anderen seine Liebe schenkt,
wenn Herzen Glück empfinden, ist Weihnachten.
Eine besinnliche Weihnachtszeit und ein Gesundes Neues Jahr 2026 wünschen
Rainer und Annette Gießen
Hallo liebe Weinfreunde,
die Ernte startete schon am 1.9. besondere Bedingungen – schnelle Reife vieler Rebsorten – mäßige Erträge haben die Ernte beschleunigt. Ich geh davon aus dass die nächste Woche die letzten Trauben fallen. Ein paar Sommertage scheinen uns ja vom Wetter beschert zu werden. Da werden die Trauben im wahrsten Sinne noch mal – von der Sonne gekocht. Zum Leidwesen der Kellermeister. Warme Moste sind nicht gut zu verarbeiten. Sie gären schnell und zu früh an. So können wichtige Schritte zur ordentlichen Weinbereitung nicht gemacht oder nur unter erschwerten Bedingungen durchgeführt werden.
Zum Glück gibt’s den fleißigen Helfer aus Stahl der auch Nachts und in der Früh bei tieferen Temperaturen ernten kann. So
spart man viel Energie und CO2.
Geniest die Zeit und ein gutes Glas Wein, am besten in der Natur. Da kommt man schnell ins träumen…
Servus Rainer und Annette
Ihr Lieben,
bei meinem heutigen Sonntagvormittag Rundgang durch die Weinberge sah ich bei Huxel dieses Bild
Sonnenbrand. Ja auch die Trauben die frei hängen, und jetzt kommt das Widersinnige…. Sie sollen freihängen, damit sie schneller Abtrocknen – damit weniger Krankheiten u. a. Fäulnis entsteht, sie sollen freihängen, das die Sonne sie besser bescheinen kann – bei Roten Sorten nistet sich der Superschädling Kirschessigfliege nicht so schnell ein, die Farbe – die Anthocyane werden verbessert, intensiviert, die Säure wird mehr abgebaut.
Ja da beißt sich die Katze in den Schwanz. Aber: jetzt kommt das Positive bei einer unserer Lehrweinproben an denen wir fleißig teilnehmen und genommen haben hies es: macht beim Geschmack nicht aus.
Geniest den Spätsommer…. Auch wenns Nachts schon recht kühl ist ( 8,3° heut früh bei uns )
Servus machts gut und macht das Beste draus – ich kann mich nicht um alles kümmern
Rainer
Liebe Weinfreunde,
die letzten Arbeiten vor der Ernte werden im Weinberg erledigt, wie Laubschneiden, Gras und Kräuter mähen. Wir wollen schnelle Abtrocknung bei Niederschlägen, denn nur trockenes Klima in der Laubwand schütz vor Folgeschäden wie Fäulnis und den Superschädling Kirschessigfliege – trotz des Namens befällt er alle roten Früchte und kann zu Totalausfall führen.
Das nebenstehende Bild zeigt eine Donaurieslingtraube sie ist befallen mit dem Pilz Oidium – eigentlich sollte sie weitgehend Resistent sein. Wenn wir das im Wingert haben – wäre es ein Totalausfall. Aus solchen Trauben kann man keinen Wein machen. Er wäre durch Geschmacksbeeinträchtigung
ungenießbar. Aber das Mikroklima machte einen Strich durch die Rechnung. Nur 3 m weiter – anders durch die Sonne beschienen steht auch ein weiterer Donauriesling – der strotz vor Gesundheit. Wir kommen ganz ohne Pflanzenschutz nicht aus, leider. Aber wir können mit diesen Resistenten Sorten es weitgehend minimieren.
2025 zeichnet sich durch sehr frühe Reife aus. Laut unseren Weinbauschulen liegen wir mit den Mostgewichten – Oechsle – Zuckergehalte auf den Werten von 2018 und 2003. Die Säure ist dank der Juliregen höher. Es ist einiges an Qualität zu erwarten.
Aber bei uns bleibt der Keller leer! Irgendwann ist Schluss – auch wir gehen nach Abverkauf unserer Kellervorräte in Rente. Uns hat unser Job äh nein Berufung Spaß gemacht. Trotz aller Widrigkeiten mit Behörden und der Natur. Wenn dann trotz allem ein leckerer Wein in unseren Flaschen war lachte unser Herz. Und ich genoss mit geschlossen Augen die Leckereien und träumte vor mich hin….
Bis bald servus Rainer und Annette
Ihr Lieben,
ich möchte euch wieder etwas Wochenendlektüre zukommen lassen und für draussen ist es schon wieder zu warm. Holt euch ne gut gekühlte Flasche Weiss oder Rosee – vielleicht auch ein leicht gekühlter Regent feinfruchtig und stöbert hier ein bisschen….
Die Entwicklung geht immer weiter, auch die KI hält im Weinberg Einzug – obwohl manche Superökos wieder mit dem Pferd durch die Weinberge traben, sowie sonstige Methoden anwenden – die mich persönlich schütteln – nicht nur den Kopf. Und was dann noch an Wein rauskommt… durften wir uns vor ein paar Wochen am Kaiserstuhl auf einer Freiweinmesse ( Freigeist – Naturweinmesse ) über die Zunge und am Gaumen vorbei rinnen lassen …. Von ausspuckens würdig, fehlerhaft, aber es gab auch super leckere.
Ich häng hier mal ein paar Links von aktuellen Trends der Technik und Forschung an. Wen es interessiert klickt sich durch. Viel Spaß beim stöbern. Vieles wird für kleine Winzer, wie uns nicht bezahlbar sein. Vieles wird nur Überbetrieblich eingesetzt werden können und müssen und vieles wird wohl wieder vom Markt verschwinden. Unsere Gesetze stehen wohl auch einigen feindlich gegenüber – siehe autonomes Fahren etc.
Mit Laser gegen Beikräuter – Unkräuter ohne Herbizide und Hacke
https://magazin.wein.plus/news/laser-roboter-soll-chemische-herbizide-in-weinbergen-ersetzen-chinesisches-start-up-stellt-neue-technologie-vor
Roboter erkennen Krankheiten
https://magazin.wein.plus/news/weinbergsroboter-von-cornell-agritech-erkennt-rebkrankheiten-nasa-arbeitet-an-frueherkennungssystem-aus-dem-weltraum
Autonomes – vollautomatische Weinbergbearbeitung
https://magazin.wein.plus/news/moet-chandon-setzt-auf-roboter-im-weinberg-champagnerhaus-geht-partnerschaft-mit-japanischem-hersteller-ein
Automatische Rasenmäher und Pflanzenschutz im Weinberg
https://magazin.wein.plus/news/spitzenwinzer-roberto-conterno-entwickelt-weinbergs-roboter-autonom-arbeitender-traktor-soll-saemtliche-arbeiten-im-weinberg-ausfuehren
bis bald mal wieder
servus Rainer und Annette